Technik und Qualität.
Aufbau, Werkstoffe, Aufbereitung, Herstellung und Qualitätsmanagement sind in allen Fachbereichen gleich und stehen deshalb hier zusammengefasst. Die Fachbereichsseiten führen die jeweiligen Instrumententypen und Ausführungsmerkmale.
Aufbau eines Rohrschaftinstruments.
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Rohrschaft, der Griff und Maulteil verbindet.
Griff
Betätigungseinheit. Ringgriff oder Pinzettengriff, mit Griffschalen aus Aluminium oder Kunststoff.
Rohrschaft mit Zugstange
Die innenliegende Zugstange überträgt die Betätigung auf das Maulteil. Länge und Durchmesser nach Kundenvorgabe.
Maulteil
Zange, Schere oder Stanze; einfach oder doppelt beweglich. Form nach Kundenvorgabe.
Unterscheidungsmerkmale
Die Bauweise ist in allen Fachbereichen dieselbe. Unterschiede ergeben sich aus Schaftlänge, Schaftdurchmesser, Form und Beweglichkeit des Maulteils, Griffvariante und Werkstoff. Die Kombination wird je Auftrag mit dem Kunden festgelegt.
Griffvarianten.
Zwei Grundformen, dazu das Bajonett als Variante des Pinzettengriffs.
Ringgriff
Finger- oder daumenbeweglich.
Pinzettengriff
In zwei Durchmessern. Das Bajonett ist eine Variante dieser Form, mit seitlich versetztem Griff.
Werkstoffe und Aufbereitung.
Rostfreier Edelstahl
Grundwerkstoff für nahezu alle Ausführungen, ausgelegt auf wiederholte Aufbereitung und Sterilisation.
Titan für Sonderfälle
Leichter als Edelstahl und biokompatibel. Wird vor allem in der Ophthalmologie eingesetzt.
Griffschalen nach Wunsch
Aus Aluminium oder Kunststoff, in unterschiedlichen Farben lieferbar. Die Farbgebung erfolgt nach Kundenvorgabe.
Wiederverwendbar
Alles ist für die maschinelle Aufbereitung und Sterilisation ausgelegt, nicht für den Einmalgebrauch.
Spülanschluss
Wo sich ein Instrument nicht zerlegen lässt, erhält es einen Spülanschluss, über den der Innenraum des Schafts durchgespült wird.
Mattierte Oberfläche
Reduziert die Reflexion der Oberfläche. Eigener Arbeitsgang nach dem Polieren.
Fertigungsschritte.
Zerspanung auf 5-Achs-CNC-Fräsdrehzentren. Fügen und Laserschweißen von Hand unter dem Mikroskop, anschließend Schleifen, Polieren und Mattieren. Rund 80 Prozent der Arbeitsschritte erfolgen unter Vergrößerung.
Vom Rohmaterial bis zum fertigen Instrument bleiben alle Arbeitsschritte im Haus; der Betrieb ist dafür nicht auf Zulieferer angewiesen.
Ablauf einer Entwicklung.
Auftraggeber sind Hersteller und Händler. Die Anforderungen erreichen uns über sie.
Anforderung
Liegt keine Zeichnung vor, genügt zunächst die Beschreibung der Anforderung durch den Kunden.
Konstruktion
Modell in SolidWorks, daraus die Fertigungszeichnung. Offene Punkte werden mit dem Kunden geklärt.
Arbeitsvorbereitung
CAM-Programmierung, Werkzeug- und Spannmittelplanung.
Herstellung und Freigabe
Erstmuster, Prüfung, Freigabe durch den Kunden, dann Serie. Der freigegebene Stand wird dokumentiert und ist bei Nachbestellungen reproduzierbar.
Qualitätsmanagement.
Zertifizierung, Rollenverteilung und Prüfung vor der Auslieferung.
Unser Qualitätsmanagementsystem ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert, der Norm für Hersteller von Medizinprodukten. Sie regelt Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Dokumentation sowie die Rückverfolgbarkeit der Arbeitsschritte.
Wir bringen nichts unter eigenem Namen in Verkehr, sondern arbeiten im Auftrag unserer Kunden; die Verkehrsfähigkeit und die damit verbundene Zertifizierung liegen beim jeweiligen Inverkehrbringer.
Jedes Stück wird vor der Auslieferung einzeln geprüft – auf Funktion, Passung und Oberfläche. Die Prüfschritte werden dokumentiert und sind der Charge zuzuordnen.
Zertifikat und Unterlagen
Das aktuelle Zertifikat und weitere Unterlagen dazu stellen wir auf Anfrage bereit.
Hinweis für die Abstimmung
Sobald das aktuelle Zertifikat als PDF vorliegt, wird es hier direkt zum Download angeboten; derzeit verweist die Seite auf die Anfrage per E-Mail.
Fachbereiche.
Instrumententypen und Ausführungsmerkmale je Fachbereich.
